Die Zucht

In der Ferkelerzeugung sollten wir uns wieder auf unsere alten, heimischen Rassen besinnen.

Die deutsche Landrasse (DL) sollte ihre Fruchtbarkeit und Vitalität einbringen, wobei die gute Fleischqualität mit in Betracht kommt.

Das deutsche Edelschwein (DE) mit seiner erhöhten Fruchtbarkeit und vorzüglichen Fleischqualitäten, um die Rentabilität durch große und gesundheitliche starke Ferkelwürfe zu sichern.

Das deutsche Peitrain-Schwein (Pi) schafft die von uns gewünschten Proportionen des Schinkens sowie der Rückenlenden. Diese Rasse wird auch häufig wegen ihrer Fleischbeschaffenheit, welche sich durch dunkles, trockenes Fleisch zeigt, eingekreuzt.

Die deutsch-belgische Landrasse (DLb) bringt uns Fleischfülle sowie den nötigen Rahmen und Länge des Schweins mit, um marktgerechte Zerlegeschweine zu produzieren.

Diese erwähnten Zuchtrassen werden in vielen rheinischen Zuchtlinien geführt. Dadurch wäre die Ferkelproduktion im Rheinland gesichert. Um dieses auf Dauer gewährleisten zu können, müssten die Zuchtbetriebe vertraglich gebunden werden.

Um homogene Schlachtschweine zu produzieren, muss man eine Zuchtlinie der Muttersauen erreichen. Diese sollte aus der Zweirassenkreuzung DL x DE entstehen. Dazu muss man DL-Eber mit DE-Sauen anpaaren. Die daraus anfallenden Muttertiere werden dann zur Ferkelproduktion genutzt.
Die Kastrate aus dieser Kreuzung müssten einer separaten Mast zugeführt werden. Die Pietrain-F1-Generation paart man dann mit reinen Pietrain-Ebern oder Ebern der belgischen Landrasse an. Somit vermehrt man das "RLS".

Dieses einfache Kreuzungsprogramm bringt ein einheitliches Schlachtschwein, mit dem oben geforderten Merkmalen, ohne die oft aufwendigen Hybridprogramme in Anspruch nehmen zu müssen.

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